Body Positivity

Unsere Mission: Frauen bestärken, mutig zu sein 

 Die Mission des BikiniARTmuseums ist es, Frauen jeden Alters, Figur oder Ethnie zu bestärken, „mutig“ zu sein und sich von konventionellen Schönheitsidealen ein Stück weit zu lösen. Frau ist am schönsten, wenn sie sich wohlfühlt und mit sich zufrieden ist. Deshalb werden im Museum ebenso Frauen mit Behinderungen oder Einschränkungen durch Geburt, Unfall und Krankheit gewürdigt, wodurch zum Vorschein kommt, wie vielfältig Schönheit sein kann.  Das BikiniARTmuseum ist eine Hommage an die entschlossenen Wegbereiterinnen und Vorausgängerinnen im Gestern und Heute.

Body Positivity – Was gibt es in der Ausstellung zu sehen? 

Schönheitsideale im Wandel der Zeit: Von Aphrodite bis Kim Kardashian

 „Schönheit“ unterliegt stets dem Wandel der Zeit und wurde zu unterschiedlichen Epochen verschieden definiert. Dabei lassen sich Zusammenhänge zwischen den gesellschaftlichen und politischen Situationen der jeweiligen Epoche erkennen. Während in Zeiten der Not der Fokus eher auf kräftigen, wohlgenährten Körpern lag, gilt in der modernen Welt des Überflusses eher ein schlanker, durchtrainierter Körper als ästhetisch. Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung des Schönheitsideals von der Antike bis zur Gegenwart und fächert exemplarisch die Vielschichtigkeit und Diversität des fortwährend bestehenden Mythos „Schönheit“ auf. 

#DisabledAndSexy: Schönheit und Behinderung sind keine Gegensätze

 Neben Behinderungen, die von Geburt an existieren, können auch durch Unfall oder Krankheit körperliche Einschränkungen entstehen und das Leben der betroffenen Menschen grundlegend verändern. Die Ausstellung zeigt, dass Schönheit und Behinderung mitnichten Gegensätze darstellen und würdigt hierbei u. a. die Snowboarderin Brenna Huckaby, die als erstes Model mit Beinprothese im Bikini auf dem Cover der „Swimsuit Issue“ der „Sports Illustrated“ abgebildet wurde sowie das Engagement des deutschen Bademodenherstellers „Anita“, der mit der Linie „Anita care“ Brustprothesen und Artikel produziert, die eigens auf die Bedürfnisse brustamputierter Frauen zugeschnitten sind.

Jedes Alter ist schön!

 Der natürliche Alterungsprozess ist auch heute noch mit vielen Tabus behaftet. Jugendliche und makellose Körper gelten gemeinhin als ästhetisches Ideal, während alternde Menschen in den Medien nahezu unsichtbar sind. In der Ausstellung wird anhand starker Frauenpersönlichkeiten wie der 80-jährigen Surfer-Ikone Kathy Kohner-Zuckerman oder der 97-jährigen Münchner Opernsängerin Ruth Megary veranschaulicht, dass passionierte sportliche Aktivität oder das selbstbewusste Tragen eines Badekleidungsstücks weder von Figur noch Alter abhängig sind.

Plus-Size-Models als Revolutionärinnen der Modewelt

 Die Ära der sogenannten Magermodels erreichte Ende des 20. und frühen 21. Jh. ihren Höhepunkt. Da die internationale Modebranche aufgrund der zahlreichen magersüchtigen Models massive Kritik erntete, griff man zunehmend auf Plus-Size-Models zurück. Während die Maße regulärer Mannequins einer Kleidergröße 34/36 entsprechen, tragen „Curvys“ die Konfektionsgrößen 40 bis 52. In der Ausstellung werden sowohl internationale Plus-Size-Models wie Ashley Graham als auch deutsche Mannequins und Bloggerinnen wie Angelina Kirsch oder Charlotte Kuhrt als Revolutionärinnen der Mode- und Medienwelt zelebriert, die das schlanke Schönheitsideal durch ihren Einsatz für ein diverses und positiv besetztes Körperbild in Frage stellen. 

Ganz schön schwanger! Werdende Mütter im Wandel der Zeit

 Obwohl Schwangerschaft und Muttersein untrennbar mit einer Vielzahl von Frauenleben verwoben sind und als Inbegriff von Weiblichkeit gelten, wurden Frauen in diesen bedeutenden Lebensabschnitten in der Vergangenheit häufig zu asexuellen Wesen deklariert, denen es aus moralischen Gründen untersagt war, sich freizügig zu kleiden oder ihre Körper zu entblößen. In der Ausstellung wird Schwangerschaft als ästhetisches und gesellschaftliches Tabu problematisiert und anhand mutiger Protagonistinnen wie der brasilianischen Schauspielerin Leila Diniz oder der Hollywood-Ikone Demi Moore wird veranschaulicht, dass das Zeigen eines Babybauchs noch in der jüngeren Vergangenheit an moralische Grenzen stieß. 

Sex Sells!? – Sexualisierte Darstellungen von Mädchen im Bikini in der Werbung

 Bikini tragende Werbegirls haben ihren Ursprung in der Pin-up-Art, die im Laufe des Zweiten Weltkriegs entstanden ist. Leicht bekleidete Frauen wurden häufig auf den Nasen amerikanischer Kriegsflieger abgebildet, um den Schrecken des Krieges einen Hauch Optimismus zu verleihen. Bald darauf waren Pin-up-Girls auch auf Streichholzschachteln, Keksdosen oder Konservenbüchsen zu sehen und etablierten sich zunehmend und überall in Reklamekonzepten. Neben diesem historischen Abriss wird in der Ausstellung des Weiteren differenziert diskutiert, wie Frauen in Bikinis im Zuge der sexuellen Revolution in den späten 1960er-Jahren zunehmend als Produktwerbemittel instrumentalisiert wurden und inwiefern die Darstellung leichtbekleideter Frauenkörper gegenwärtig die Gemüter erzürnt. 

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